Auftragsarten
Folgende Auftragsarten können über die HanseTrader® Handelsplattform, oder auch telefonisch über unser Orderdesk aufgegeben werden
Market-AuftragÜber die Funktion „Market“ werden Kauf- bzw. Verkaufsaufträge zum aktuellen Marktpreis ausgeführt. Market-Aufträge können nur bei geöffnetem Markt eingegeben werden.
Stop-AuftragDiese Auftragsart wird dazu genutzt, um Positionen durch rechtzeitigen Kauf oder Verkauf gegen Verluste abzusichern. Sobald der von Ihnen eingegebene Stop-Kurs am Markt erreicht wird, erfolgt eine unlimitierte und bestmögliche Ausführung am Markt.
Solange es nicht zu einer Ausführung eines Stop-Auftrags kommt, wird er als offener Auftrag geführt und erzeugt keinen Aufwand. Im gleichnamigen Protokoll „Offene Aufträge“ wird dieser Auftrag dann gelistet und kann auf Wunsch wieder storniert werden.
Beispiel:Ein Anleger kauft 100 CFDs für die Deutsche Telekom zum Kurs von 15,00 Euro. Er erwartet einen steigenden Kurs und möchte sich gleichzeitig auch gegen mögliche Verluste absichern. Zu diesem Zweck platziert er einen Stop-Verkaufsauftrag für seine Position bei einem Kurs von 14,50 Euro. Würde der Kurs tatsächlich bis auf dieses Preisniveau fallen, wäre durch den Stop-Auftrag ein weiterer Verlust ausgeschlossen.
Wichtig: Stop-Aufträge werden bestmöglich ausgeführt. Es kann jedoch durchaus zu Abweichungen zwischen Stop- und Ausführungskursen kommen (z.B. bei einer Markteröffnung mit Kurslücke).
Limit-AuftragMit einem Limit-Auftrag definiert ein Anleger einen Kurs, zu dem er im äußersten Fall einen Wert kaufen (Höchstkurs) bzw. verkaufen (Mindestkurs) würde. Dabei muss er unterhalb des Marktkurses kaufen bzw. oberhalb des Marktkurses verkaufen. Der definierte Limitpreis wird bei Erreichung am Markt ausgeführt und niemals zum Nachteil des Anlegers unter- bzw. überschritten.
Wird bei einer Kauforder der Briefkurs bzw. bei einem Verkauf der Geldkurs des Limits am Markt erreicht, dann wird der jeweilige Auftrag ausgeführt. Teilausführungen finden dabei jedoch nicht statt. Erst wenn Limitpreis und die vom Kunden angegebene Stückzahl am Markt vorhanden sind, erfolgt eine Ausführung.
Solange es nicht zu einer Ausführung eines Limit-Auftrags kommt, wird er als offener Auftrag geführt und erzeugt keinen Aufwand. Im gleichnamigen Protokoll „Offene Aufträge“ wird dieser Auftrag dann gelistet und kann auf Wunsch wieder storniert werden.
Beispiel:Ein Anleger kauft 100 CFDs für die Deutsche Telekom zum Kurs von 15,00 Euro. Er erwartet einen steigenden Kurs und platziert einen Limit-Verkaufsauftrag für die Position bei einem Preis von 15,50 Euro.
Wichtig: Abweichungen zwischen Limit- und Ausführungskurs können lediglich zu Gunsten des Kunden entstehen (z.B. bei einer Markteröffnung mit Kurslücke).
If-Done-AuftragBei einem If-Done-Auftrag handelt es sich um einen Stop- oder Limit-Auftrag, der mit einem bereits bestehenden offenen Auftrag verbunden ist. Der If-Done-Auftrag wird aktiviert, nachdem der verknüpfte und bestehende offene Auftrag ausgeführt wurde. Er wird dann wiederum als „offener Auftrag“ geführt und im entsprechenden Protokoll angezeigt.
Ein If-Done-Auftrag ist die ideale Lösung, wenn der Markt nicht permanent vom Anleger beobachtet wird und er dennoch alle Marktbewegungen gewinnbringend nutzen möchte.
Bei der Aufragseingabe im HanseTrader® muss zunächst ein Limit- oder Stop-Auftrag platziert werden, um dann anschließend den folgende Limit- oder Stop-Auftrag mit der Verknüpfungsfunktion als If-Done-Auftrag zu platzieren.
Beispiel:Der Wert für die Deutsche Telekom steht bei 15,00 Euro. Ein Anleger beabsichtigt hierfür 100 CFDs zu kaufen, sobald der Kurs bei 14,50 Euro notiert. Um Gewinne zu realisieren, möchte der Anleger nach Ausführung dieser Order die CFDs wieder verkaufen, sobald der Kurs auf 15,50 Euro steigt. Er platziert zu diesem Zweck zunächst einen Limit-Kaufauftrag bei 14,50 Euro. Mit diesem offenen Auftrag muss er nun einen If-Done-Auftrag verknüpfen: Er platziert also einen If-Done Limit-Verkaufsauftrag für die 100 Deutsche Telekom CFDs bei 15,50.
OCO-AuftragOCO steht für „one cancels the other“ (dt. ‚ein [Auftrag] storniert den anderen’). Gemeint sind damit zwei offene Aufträge (Limit oder Stop), die über die Funktion OCO des Handelssystems verknüpft werden. Kommt es nun zur Ausführung einer der beiden Aufträge, so wird der jeweils zweite Auftrag automatisch storniert.
Diese Funktion bietet dem Anleger eine Reihe von Vorteilen beim Ein- und Ausstieg in Werte, ohne den Markt permanent beobachten zu müssen.
Beispiel:Ein Anleger kauft 100 CFDs der Deutschen Telekom bei 15,00 Euro. Er hält also eine Long-Position des Wertes und spekuliert auf steigende Kurse. Um Gewinne bei 15,50 Euro zu realisieren, platziert er einen Limit-Verkaufsauftrag bei 15,50.
Gleichzeitig will der Anleger seine bestehende Position gegen eventuelle Verluste durch fallende Kurse absichern. Er definiert seine Verlustgrenze, indem er den vorherigen Limit-Verkaufsauftrag mit einem Stop-Verkaufsauftrag bei 14,50 Euro verknüpft.
Resultat: Sollte der Gewinn bei 15,50 Euro realisiert werden, würde der verknüpfte Stop-Auftrag storniert werden – oder umgekehrt: Sollte die durch den Anleger definierte Verlustgrenze bei 14,50 Euro am Markt erreicht werden, würde die Position verkauft und der mit der OCO-Funktion verknüpfte Verkaufsauftrag bei 15,50 Euro storniert werden.
Durch die Stornierung der jeweils verknüpften Order vermeidet der Kunde u. a. auch eine ungewollte Neuinvestition in einen Wert. Würde er beispielsweise seinen Gewinn realisieren und der verknüpfte Stop-Verkaufsauftrag nicht automatisch gelöscht werden, sondern als offener Auftrag fortbestehen, so würde der Kunde (ungewollt) eine Short-Position eröffnen, sobald der Kurs u. U. wieder auf 14,50 fiele.
Garantierte Stop-Order (GSO)Auch die garantierte Stop-Order wird dazu verwendet, Positionen gegen mögliche Verluste abzusichern. Sie kann jedoch nur telefonisch platziert werden.
Der Hauptvorteil der GSO liegt in dem Schutz des Anlegers vor unerwarteten Kurseinbrüchen durch die Ausführung eines garantierten Stop-Kurses.
Im Gegensatz zum üblichen Stop-Auftrag wird bei der GSO allerdings bereits beim Platzieren des Auftrags eine Prämie berechnet. Des Weiteren muss ein gewisser Mindestabstand zum aktuellen Kurs am Markt eingehalten werden.
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